Samstag, 22.02.2020 22:16 Uhr

All Nippon Airways erhält seinen dritten A 380

Verantwortlicher Autor: Lars Kitschke Frankfurt/Tokyo, 14.01.2020, 09:55 Uhr
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JA381A im Anflug auf Tkyo
JA381A im Anflug auf Tkyo  Bild: Lars Kitschke

Frankfurt/Tokyo [ENA] ANA war der vorerst letzte Kunde, den Airbus für seinen A380 gewinnen konnte. Nun steht die Airline kurz vor der Übernahme seiner dritten und letzten Maschine. Eingesetzt werden die Flieger ausschließlich zwischen Tokyo und Hawaii. Der 50. Bundesstaat der USA ist bei Japanern äußerst beliebt.

Es sah zum Anfang nicht wie der Beginn einer Freundschaft aus, als ANA mit der Übernahme der Billigfluglinie Skymark auch deren Bestellung über drei A380 erbte. Die erste Maschine stand zu diesem Zeitpunkt schon flugfähig auf dem Airbusgelände in Hamburg. So überlegte das Management in Tokyo, was man mit der Order des einstigen Konkurrenten machen sollte. Denn eines war klar, mit einer bloßen Stornierung würde sich Airbus nicht zufrieden geben. Die Wahl viel schließlich auf den Ausbau der Kapazitäten auf der Route nach Honolulu. Die Inselgruppe Hawaii ist die mit Abstand beliebteste Urlaubsdestination der Japaner und versprach noch Wachstumspotential.

Mit dem typischen japanischen Perfektionismus ging man das Projekt an. Zuerst einmal wurden sie Liefertermine nach hinten verschoben, um genug Zeit für die Einflottung des neuen Musters zu bekommen. Doch den Riesenflieger einfach nur in die Flotte aufzunehmen kam ebenfalls nicht in Frage. Es entstand die Idee die Route speziell zu vermarkten und ein einmaliges Produkt zu schaffen. Die zukünftigen Kunden wurden von Anfang an beteiligt, in Form eines Designwettbewerbs. Gewonnen hat ein Entwurf mit dem Namen "Flying Honu", fliegende Schildkröte. Im Inneren wurde die Kabine vor allem für Familien gestaltet. 480 Passagiere kann der A380 bei ANA transportieren.

Davon können acht Gäste besonders exklusiv in offenen First Class Suiten fliegen. Dahinter befinden sich 56 Sitze der Business Class und 73 in der Premium Economy. Die Economy Class ist vollständig im Hauptdeck untergebracht. Eine Besonderheit bilden die letzten sechs Reihen, in denen sich jede Sitzgruppe in ein Familienbett verwandeln lässt. Da die Flüge nach Hawaii Nachtflüge sind, kommt man am nächsten Morgen ausgeruht am Urlaubsort an und kann sofort mit der Erholung starten. Bei den in Japan üblichen kurzen Urlaubszeiten ein riesiger Vorteil. Nach der Übernahme der letzten Maschine wird ANA täglich zwei Flüge mit der A 380 zwischen Tokyo-Narita und Honolulu anbieten.

Auch für Reisen aus Deutschland nach Hawaii ist dieses Routing interessant. Der Flug dauert nicht länger, als über die amerikanische Westküste und man kann bei einem Stopover die faszinierende Metropole Tokyo und ihre Umgebung entdecken. ANA bedient hierzulande drei Destinationen, Frankfurt, München und Düsseldorf. Der Flug aus Düsseldorf fliegt direkt nach Narita. Kommt man aus München oder Frankfurt landet man auf dem Stadtflughafen Haneda und muss vor Ort noch den Airport wechseln. Dies geht wahlweise mit dem Bus oder dem Zug, beides in Japan sehr zuverlässige Transportmittel.

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